Der Vergleichstest ist ein Instrument zur Erfassung des Einflusses jener Faktoren in der Durchführung einer Prüfung, die von Labor zu Labor variieren können. Er stellt keinen Ersatz für eine Gerätekalibrierung dar; die Verwendung kalibrierter Prüfgeräte wird vorausgesetzt.

Die Teilnahme steht jedem Prüflabor mit ausreichenden Erfahrungen in den gewählten Prüfmethoden offen. Der Umfang der Teilnahme ist frei wählbar.

Der Vergleichstest wird nach ISO 17043 abgewickelt und ausgewertet. Als Leistungsmaß für die Teilnehmerlabors dient das so genannte “z-score”.

Mit dem “z-score” erhalten die Teilnehmer eine Information über die Genauigkeit ihrer Messergebnisse und können so ihre Leistungsfähigkeit auch gegenüber Dritte belegen.

Zu jeder Prüfmethode werden zwei unterschiedliche Prüfmuster zur Verfügung gestellt. Dies ermöglicht eine Differenzierung, ob ein bestimmtes Prüflabor eher aufgrund eines systematischen Fehlers oder aufgrund eines Zufallfehlers vom Soll-Ergebnis abweicht.

Zusätzlich zur Bewertung der Laborleistung werden die erhaltenen Daten auch zur Berechnung der Wiederholbarkeit (r) und Vergleichbarkeit (R) der Messergebnisse (Methodenpräzision) auf zwei Merkmalniveaus genützt.

Diese zusätzliche Auswertung können die Teilnehmer zur Berechnung der kombinierten Messunsicherheit der jeweiligen Prüfmethode nutzen. Hinweise, wie die Messunsicherheit zu errechnen ist, werden im Abschlussbericht zu finden sein.

Um eine ausreichende Aussagekraft der statistischen Auswertung sicherzustellen, werden die Tests nur dann abgewickelt, wenn eine intern festgelegte Mindestanzahl der Teilnehmer (≥7 pro Methode) erreicht wird.

Den Teilnehmern werden von Anfang an Lab-Code-Nummern zugeteilt, ihre Identität bleibt vertraulich und die Zuordnung der Ergebnisse anonymisiert.